Häufig gestellte Fragen (Frequently Asked Questions – FAQs)

Gibt es eine offizielle Internetseite zur Donauraumstrategie?

Die beteiligten Staaten des Donauraums haben sich darauf geeinigt, dass für die offizielle Seite der EUSDR der Danube Strategy Point in Brüssel verantwortlich zeichnet. Er ist verantwortlich für die Internet-Seite
http://www.danube-region.eu, die gewissermaßen als offizieller EUSDR-Internetauftritt gelten kann.

Daneben finden sich auch beim offiziellen Internetauftritt der Europäischen Kommission unter den Seiten der zuständigen Generaldirektion Regionalpolitik und Stadtentwicklung Informationen über die Strategie: http://ec.europa.eu/regional_policy/cooperate/danube/index_en.cfm. Leider ist die Eingangsseite auch hier bislang nur auf Englisch abzurufen. Beim Untermenüpunkt „Library“-„Official Documents“ sind die wichtigsten offiziellen Dokumente (wie das Strategie-Papier und der dazugehörige Aktionsplan) auch auf Deutsch und weiteren Sprachen erhältlich: http://ec.europa.eu/regional_policy/cooperate/danube/documents_en.cfm#1.

Weitere offizielle Seiten sind natürlich die offiziellen Internetauftritte der einzelnen Staaten (in Deutschland auch die der Länder Baden-Württemberg und Bayern), die zum Teil länderspezifische Informationen in Zusammenhang mit der Donauraumstrategie bereithalten. Die Angebote variieren jedoch stark bezüglich Umfang und Aktualität.

Daneben landet man bei einer Internetsuche unter dem Suchbegriff „Donauraumstrategie“ auch auf einigen Seiten von nicht-offiziellen, zum Teil kommerziellen Webseiten, zum Teil auch auf Seiten von Projektträgern, die Aktivitäten im Rahmen der Donauraumstrategie organisieren und durchführen.

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Wie kommt mein Projekt in den Aktionsplan der Donauraumstrategie?

Momentan scheint es zwischen den zuständigen Akteuren noch strittig zu sein, wie statisch beziehungsweise flexibel der zu den offiziellen EU-Dokumenten der Strategie zählende Aktionsplan zu interpretieren ist. Das heißt, es ist unklar, wann und wie oft der Aktionsplan überarbeitet wird, zum Beispiel durch die Aufnahme neuer Projekte.
Klar ist jedoch, dass neue Projekte für die Donauraumstrategie erwünscht sind. Je nach Schwerpunktbereich sind die Schwerpunktkoordinatoren zuständig für das Verfahren der Aufnahme neuer Projekte. Zum Teil werden Projektbeschreibungsformulare in Antragsform auf den jeweiligen Seiten der Schwerpunktkoordinatoren bereitgestellt, um die Anmeldung der Aufnahme zu erleichtern. Die Verfahren zur Aufnahme eines Projekts als Donauraumstrategie-Projekt sind von Schwerpunktbereich zu Schwerpunktbereich verschieden. Informationen dazu gibt es zum Teil auf den einzelnen SPB-Internetseiten.

Gibt es noch andere Strategien der EU, die mit der Donauraumstrategie vergleichbar sind?

Ja, es gibt die EU-Ostseeraumstrategie (EU Strategy for the Baltic Sea Region). Sie wurde am 30.10.2009 vom Europäischen Rat angenommen und ist damit älter als die Donauraumstrategie. Weitere Strategien dieser Art sind die EU-Strategie für die adriatische und ionische Region (EUSAIR), in Kraft gesetzt am 18.11.2014, sowie die EU-Strategie für den Alpenraum (EUSALP), die als jüngste der makroregionalen Stgrategien in Kraft gesetzt wurde.

Kann mein Projekt ein Donauraumprojekt sein, auch wenn mein Sitz/Wohnort nicht im Entwässerungsgebiet der Donau, sondern - zum Beispiel - am Neckar liegt?

Ja. Die Strategie ist bewusst offen formuliert, was den geografischen Raum angeht. Kerngebiet ist zwar das Entwässerungsgebiet der Donau und ihrer Nebenflüsse, aber auch Nachbarregionen, besonders wenn sie in politischen Einheiten (wie zum Beispiel Baden-Württemberg) liegen, die ohnehin schon de facto dazugerechnet werden, steht die Strategie ebenfalls offen.

Außerdem sollen die Projekte auf den Donauraum ausgerichtet sein, nicht der (Wohn-)Sitz eines Projektträgers. Das heißt, auch zum Beispiel eine niederländische Firma, die als Projektpartnerin an einem Verkehrsinfrastrukturvorhaben im Grenzgebiet von Serbien, Kroatien und Ungarn beteiligt ist, darf auch dann noch Partnerin sein, wenn das Projekt den Status EU-Donauraumstrategie-Projekt erhält.

Wenn Verantwortliche für ein Donauraum-Projekt versuchen, über bestehende EU-Förderprogramme eine Kofinanzierung zu beantragen, kann es manchmal sogar von Vorteil sein, wenn nicht ausschließlich Projektpartner aus dem Donauraum beteiligt sind.
Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen, die sich auf den Neckar konzentrieren (zum Beispiel Erneuerung der Neckarschleusen), können allerdings nur schwerlich Donauraumstrategie-Projekte werden.

Hat die Donau auf Grund ihres Ursprungs in Baden-Württemberg eher touristisches als wirtschaftliches Potential?

Es ist tatsächlich so, dass die Donau in Baden-Württemberg nicht schiffbar ist und damit als wirtschaftlich bedeutender Wasserweg für Baden-Württemberg wegfällt. Allerdings beschränkt sich die EU-Donauraumstrategie keineswegs nur auf Aktivitäten mit direktem Bezug zum Fluss Donau. Vielmehr soll die gesamte Region grenzübergreifend in so unterschiedlichen Bereichen wie Verkehr, Tourismus, Umweltschutz, Energiefragen, Sicherheitspolitik, Forschung und Innovation voran gebracht werden. Also neben dem Tourismus auch in Bereichen, in denen viel wirtschaftliches Potential steckt.

Schwerpunktbereich Verkehr, Mobilität und Logistik - Worin liegen die größten Herausforderungen?

Weite Bereiche der Verkehrsinfrastruktur im Donauraum sind noch unterentwickelt – insbesondere bei den grenzübergreifenden Verbindungen. An der knapp 500 km langen Grenze zwischen Bulgarien und Rumänien entlang der Donau gibt es beispielsweise weniger als eine Hand voll Brücken. Auch der Zustand vieler Straßen und Schienentrassen ist verbesserungsbedürftig. Eine Verbesserung der Verkehrswege im mittleren und unteren Donauraum wären durchaus auch im wirtschaftlichen Interesse Baden-Württembergs, da gut ausgebaute Transportkorridore auf Wasser, Schiene und Straße bis hin zum Schwarzen Meer und zum Wachstumsmarkt Türkei Vorteile brächten.

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